Remote Work aus Mexiko: Aufenthaltsstatus und Vergütung trennen
Mexiko wird oft als Ziel für „digitale Nomaden“ genannt. Ein allgemein so benannter mexikanischer Aufenthaltsstatus löst jedoch nicht automatisch alle Fragen zu Einreise, langfristigem Aufenthalt, Arbeit und Steuern.
Woher die Vergütung kommt, ist wichtig
Die mexikanische Botschaft unterscheidet bei Besucherinnen und Besuchern unter anderem danach, ob ein mexikanischer Arbeitsvertrag unterschrieben oder eine in Mexiko besteuerte Vergütung bezogen wird. Ein ausländisches Gehalt kann migrationsrechtlich anders eingeordnet werden.
Das bedeutet aber nicht, dass ein Besucherstatus für einen faktisch dauerhaften Lebensmittelpunkt geeignet ist.
Aufenthalt und Steuer sind nicht dasselbe
Eine migrationsrechtlich zulässige Tätigkeit beantwortet nicht automatisch die Frage der steuerlichen Ansässigkeit. Aufenthaltsdauer, Lebensmittelpunkt, Arbeitgeber und Einkunftsart müssen mit einer mexikanischen Steuerberatung geprüft werden.
Wer länger als 180 Tage bleiben möchte, benötigt unabhängig vom Arbeitsplatz regelmäßig einen passenden Aufenthaltsweg.
Planung statt Grenzfahrten
Wiederholte kurze Ausreisen schaffen keinen garantierten neuen Besucherzeitraum. Die Entscheidung über Einreise und Dauer trifft die Behörde jedes Mal neu.
Ein belastbarer Plan trennt daher Aufenthaltsgrundlage, arbeitsrechtliche Beziehung, Vergütung und Steuerpflicht und bringt die richtigen Fachleute zusammen.